Timm_Buechner_100.jpgDas Berliner Energie- und Klimaschutz-programm: Berlin soll bis 2050 klimaneutral werden

von Timm Büchner

Das Ziel ist ehrgeizig und entspricht der im Nationalen Klimaschutzprogramm geforderten Reduzierung von Treibhausgasemissionen von 80 bis 95% gegenüber denen von 1990.

Das Berliner Energie-und Klimaschutzprogramm wird schon seit einigen Jahren vorbereitet, auch wenn der eigentliche Prozess erst 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.  Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hatte bereits im Dezember 2012 ein Konsortium aus Forschungseinrichtungen, Beratungs- und Planungsbüros unter der Leitung des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) beauftragt, die Machbarkeit des Klimaneutralitätsziels für Berlin zu überprüfen und Wege dahin aufzuzeigen.  Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie „Klimaneutrales Berlin 2050“ wurde dann am 17. März 2014 im Berliner Rathaus vorgestellt. Mehr...

jaime_speberg_100.jpgEnergiewende made in Germany – kleine Projekte zeigen den Weg

Von Jaime Sperberg


Die „Energiewende“ gehört mittlerweile zum Sprachschatz des Englischen, auch wenn man diese als „energy transition“ oder „energy turnaround“ übersetzen könnte. Der Umbau der Energieversorgung in Deutschland war auch Thema einer internationalen Konferenz dazu, die vom  26. und 27. März 2015 im Auswärtigen Amt in Berlin statt fand. Die Bundesrepbublik möchte für andere Weltregionen mit gutem Beispiel voran gehen und durch den Ersatz fossiler Brennstoffe wie Erdöl und Kohle zum Klimaschutz beitragen. Viele Staaten haben aber andere Voraussetzungen als Deuschland. Länder mit eigenen Vorkommen an Erdöl und Erdgas sind weniger interessiert. Aber auch EU-Mitgliedsstaaten wie z.B. Polen sind immer noch sehr von der Kohle abhängig. Ein Umbau der Energieversorgung würde dort ein Vielfaches kosten. Die Frage nach der Motivation, die eine Konferenzteilnehmerin aus Kanada stellte, machte folgendes klar: Deutschlands ist fast zu 100 Prozent von Öl- und Gasimporten abhängig während Kanada über eigene Öl -und Gasressourcen verfügt. Mehr...

Pankower möchten ihr Haus nicht uniform saniert sehen

Susanne_Ehlerding_100.jpgVon Susanne Ehlerding

Eigentlich ist die energetische Sanierung eine feine Sache: Fossile Brennstoffe werden eingespart und das Klima geschont. Die Bundesregierung unterstützt die Ertüchtigung von Gebäuden mit zahlreichen Förderprogrammen. Trotzdem geht es nur sehr langsam voran: Weniger als ein Prozent der Gebäude werden zur Zeit saniert. Zwei bis drei Prozent müssten es sein, um bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen - das erklärte Ziel der Bundesregierung.

Und nicht alles, was gut gemeint ist, wird auch gut gemacht. Bei der energetischen Sanierung steckt der Teufel im Detail.

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Im Fall der Kavalierstraße 19/19a in Pankow steckt er im Fassadenschmuck, den Doppelkastenfenstern und den gusseisernen Heizungen. Sie werden alle nicht mehr da sein, wenn die Sanierung so wie geplant ausgeführt wird. Gegen das Vorhaben des Eigentümers, der landeseigenen Gesobau, gründen die Mieter gerade einen Verein. Er will sich für die Bewahrung historisch-wohnkulturell bedeutsamer Gebäude in der Kavalierstraße einsetzen.

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Ein Bürgerticket für Berlin

12.3.2015 - AG Bürgerticket der LAG Mobilität von Bündnis 90/Die Grünen Berlin

DSC00427a_680.jpgWir wollen die Preise des Berliner öffentlichen Verkehrs senken, soziale Teilhabe ermöglichen und zusätzliche Kunden in Busse und Bahnen locken. Dazu schlagen wir vor:

Alle Berlinerinnen und Berliner über 18 Jahre zahlen 15 Euro im Monat. Dafür können sie in ganz Berlin mit Bus und Bahn fahren - fast immer - Mehr...

Einladung zum Symposium "Stadt Raum Gestaltung" am 27. Mai 2013 im Pfefferwerk, Berlin

Im Wintersemester 2012/2013 arbeiteten Designer der Kunsthochschule Weißensee und Kulturwissenschaftler der Humboldt-Universität gemeinsam mit Planern des Tiefbauamts Pankow und S.T.E.R.N an der Straßenbauplanung der Pappelallee. Die kommunikativen und fachlichen Ergebnisse dieses spannenden interdisziplinären Experiments werden auf dieser Abschlussveranstaltung vorgestellt und diskutiert. Mehr...

Vorstellung der Verkehrsgutachten Pankow Nordost

Am 27. November stellt die Senatsverwaltung öffentlich die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung NordOst und der Machbarkeitsstudie für einen Autobahnanschluss Karow / Buch vor und es kann diskutiert werden. Ort und Zeit: Dienstag, 27.11.2012 um 18:00 Uhr im Künstlerhof Buch, Alt-Buch 45-51

Die etwa 100.000,- € teuren Studien sollen die Grundlage für eine politische Entscheidung sein, ob und eventuell in welcher Variante ein Autobahnanschluss Karow/Buch sinnvoll wäre und welche verkehrlichen Auswirkungen er hätte. Es wird dort keine Entscheidung darüber verkündet, ob der Senat diesen Anschluss bauen möchte, oder nicht.

Trotzdem ist es wichtig, der Senatsverwaltung zu zeigen, was die betroffenen Bewohner und Bewohnerinnen von Karow, Buch, Blankenburg, Heinersdorf und Panketal von diesem Projekt halten. Deshalb: Kommen Sie zu dieser Veranstaltung, informieren Sie sich und beteiligen Sie sich an der anschließenden Diskussion!

BVV-Anhörung zur Bürgerbeteiligung am Rangierbahnhof

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow lädt am Donnerstag, dem 15. November 2012, um 17.30 Uhr zu der Anhörung „Formate und Instrumente der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei Planungsvorhaben am Beispiel der Entwicklung des Rangierbahnhofgeländes Pankow“ ein. Dabei wollen sich die Bezirksverordneten mit Fachleuten über mögliche Beteiligungsformen austauschen, die über die gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren hinausgehen. Mehr...

Einladung zur Bürgerinformation über das Pankower Rangierbahnofs-Gelände

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Diese Öffentliche Informationsveranstaltung zur Zukunft des ehemaligen Rangierbahnhofs Pankow findet am Mittwoch, dem 31. Oktober 2012 von 18.00 bis ca. 20.00 Uhr in der Platanus Schule, Berliner Staße 12 statt. Die Einladung als PDF-Datei. Dort wird die Senatsverwaltung auch vier neue Planalternativen vorstellen. Die anschließende Diskussion wird großen Einfluss darauf haben, welche Variante danach konkret weiter entwickelt werden soll. Ort der Veranstaltung:

Platanus Schule,
Berliner Straße 12, 13187 Berlin.
Turnhalle / Aula 3. OG
Zugang über Toreinfahrt / Hof
Aufgang B

Einladung zur 1. Akteursrunde zum Rangierbahnhof Pankow

Am Freitag, dem 7.9.2012 von 15 bis 18 Uhr findet im ehemaligen Jüdischen Waisenhaus, Berliner Str. 120 die erste Akteursrunde zur Zukunft des Rangier- und Güterbahnofs Pankow statt. In dieser ersten von drei geplanten Akteursrunden soll das Thema "Einzelhandel" sein. Strittig dürfte insbesondere sein, inwiefern die Krieger-Pläne für ein überregional attraktives Einkaufszentrum den bestehenden Einzelhandel gefährdet oder vielleicht sogar befruchtet. Einladung als pdf

Nachtrag September 2012: Die Termine der beiden nächsten Akteursrunden: Mittwoch, 31. Oktober und Donnerstag, 29. November 2012, jeweils von 15 bis 18 Uhr, vermutlich wieder am gleichen Ort. Themen: Städtebau und Verkehr. Die Veranstaltungen sind öffentlich.

SDC10149a_100.JPGKastanienallee Ecke Schwedter Strasse -
zurück in die verkehrspolitische Steinzeit

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen auf der Kastanienalle will der Bezirk Mitte an der Ecke Schwedter Strasse eine aufwendige neue Ampelanlage errichten. (Google-Maps)

Es ist unfassbar: Die Berliner Bezirke haben nicht mal mehr genug Geld um ihren Pflichtaufgaben nachzukommen, bei sozialen und kulturellen Einrichtungen wird gespart bis es quietscht, und hier wird für verkehrspolitischen Unsinn nicht nur Geld aus dem Fenster geworfen, man bindet auch noch über lange Zeit hinweg zusätzliche Mittel für den jährlichen Unterhalt solch teurer Anlagen.

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prof_markus_hecht_100.jpgAnbindung des Flughafens BER

Von Prof. Dr.-Ing. Markus Hecht, Fachgebiet Schienenfahrzeuge am Institut für Land- und Seeverkehr der TU Berlin

Wenn am 3. Juni der Berliner Großflughafen in Schönefeld in Betrieb geht, werden Markus Hecht und Jürgen Siegmann sehr aufmerksam verfolgen, wie es um die Pünktlichkeit des RE9 bestellt ist. Der RE9 ist der neue Airport-Express, der Berlins Hauptbahnhof mit dem neuen Flughafen über Potsdamer Platz und Südkreuz verbindet. Beworben wird er als moderner, schneller und zuverlässiger Zubringer. Die beiden TU-Wissenschaftler aber bezweifeln das. „Das Problem des RE9 ist, dass er langsam und unzuverlässig sein wird“, sagt Professor Jürgen Siegmann, Leiter des Fachgebietes Schienenfahrwege und Bahnbetrieb an der TU Berlin. Durchschnittlich werde der Berliner eine Stunde von seiner Haustür bis zum Flughafen brauchen, wenn er den Airport-Express nutzt. Im internationalen Maßstab sei das ziemlich lange, fügt Professor Markus Hecht an, der an der TU Berlin das Fachgebiet Schienenfahrzeuge leitet. Die reine Fahrzeit zwischen Berlin-Hauptbahnhof und Flughafen wird 30 Minuten betragen.

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Bessere Verkehrsanbindung des Wissenschaftsstandorts Buch

Von Martin Kasztantowicz, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität von Bündnis 90/Die Grünen Berlin

Mit dem vom rot-schwarzen Senat geplanten Autobahnanschluss Buch / Karow droht ein Verkehrsdesaster im Norden Pankows. Dabei gäbe es eine sehr viel leistungsfähigere und umweltfreundlichere Alternative zu diesem autofixierten Anachronismus.

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Fotomontage © 2012 Deutscher Bahnkundenverband Berlin-Brandenburg e.V.

Nachdem in den vergangenen Jahren die Senatsverwaltung einen Autobahnanschluss Buch / Karow stets als überflüssig und städtebaulich unverträglich ablehnte, hat der Senat im Herbst 2011 überraschend eine Kehrtwende vollzogen und sich auf Druck der CDU im Koalitionsvertrag für eine neue Anschlussstelle Berlin-Buch ausgesprochen. Dafür wurden bereits zwei Studien in Auftrag gegeben, die bis Mitte diesen Jahres fertig sein sollen. Auch Klaus Wowereit hat sich bei einem kürzlichen Besuch in Buch persönlich für den Bau einer zusätzlichen Autobahnanbindung ausgesprochen.

Die Befürworter möchten mit diesem Vorhaben die verkehrliche Anbindung des Medizin- und Wissenschaftscampus Buch verbessern, der international eine führende Rolle einnimmt und der größte Gentechnik-Standort Deutschlands ist.

Die Gegner führen an, dass die verkehrliche Anbindung mit einem S-Bahnhof und vier (1) Anschlussstellen an drei verschiedene Autobahnen innerhalb eines Umkreises von 5-7 km Entfernung schon jetzt mehr als ausreichend ist. Auch das Bundesverkehrsministerium sieht keinen Bedarf für eine weitere Anschlussstelle und hat deshalb bereits 2004 eine Finanzierung abgelehnt.

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Neue Facebook-Seite zum Rangierbahnof Pankow

Wenn eine der letzten Freiflächen Pankows bebaut werden sollen, wünschen sich viele Menschen, möglichst früh bei der Planung mitreden zu können. In dieser frühen Phase ist noch Raum für neue Ideen, ganz im Gegensatz zur verfahrensrechtlich vorgeschriebenen Bürgerbeteiligung, bei der die Planung oft schon so weit forgeschritten ist, dass im besten Fall nur noch Details zu ändern sind. Um sich eine Meinung zu bilden, braucht es eine Plattform, und was ist da zeitgemäßer als eine Facebook-Seite?

Andreas OttoEnergie sparen kann jeder - Klimaschutz im Gebäudebestand

Von Andreas Otto - Bau- und Wohnungspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus

Hand auf’s Herz – wer kennt seinen privaten Energieverbrauch, wer weiß, wie viel Strom und Wärme im eigenen Haushalt pro Tag kosten oder gar, wie viel CO2 für eine Kilowattstunde Energie aus fossilen Brennstoffen anfällt? Bis heute ist das für viele Menschen in Deutschland relativ egal, der Strom kommt eben aus der Steckdose und die Bude muss warm sein. Selbst in den Schulen lernen noch nicht alle Kinder und Jugendlichen, dass die fossilen Ressourcen der Erde demnächst zu Ende gehen werden und die Industrienationen die Hauptverbraucher oder –verschwender von Rohstoffen und Energie sind. Die Klimaforscher empfehlen uns, den durchschnittlichen Temperaturanstieg bis 2050 auf 2 Grad zu begrenzen. Wenn diese Zielmarke gehalten wird, soll ein vollständiges Abschmelzen der Polkappen und Gletscher mit entsprechend schlimmen Folgen für viele Länder der Erde gerade noch verhindert werden.

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Ulf SiebergZurück in die Zukunft
Stadt-Fortschritt in Zeiten des Wandels

Von Ulf Sieberg - Referent für Klimafragen beim BUND Berlin

Immer wieder und immer noch wird in Teilen der Erde von Einzelpersonen und bestimmten gesellschaftlichen Gruppen Zweifel an einem der größten Probleme der Menschheitsgeschichte geäußert: der Existenz eines globalen Klimawandels. Dies hat eine Reihe von Ursachen: das Klimasystem ist äußerst komplex und in Gänze selbst für langjährige und ausgewiesene Experten nur schwer überschaubar. Bestimmte Beharrungskräfte halten zudem an derzeitigen Wirtschaftsweisen fest, mit denen sie viel Geld verdienen. Dazu kommt die häufige Verwechselung der Begriffe „Wetter“ und „Klima“ sowie das Bauchgefühl, der letzte Winter ist doch ziemlich streng gewesen. Wissenschaftliche Ungenauigkeiten in der Klimaforschung und Kommunikationsfehler haben darüber hinaus für zusätzliches Misstrauen gesorgt. Mangelnde Kenntnis und Bequemlichkeit tun ihr übriges. Doch lässt man einmal die Frage Außen vor, ob es einen Klimawandel wirklich gibt, so kann heute niemand mehr bestreiten, dass die Ausbeutung natürlicher Ressourcen der Erde unsere Lebensgrundlage gefährdet. Maßgebend für diese Sichtweise ist nicht immer (aber auch!) der Blick aus dem eigenen Fenster, vor allem aber der über den eigenen Tellerrand. Allein daher gebietet es sich, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und dort wieder herzustellen, wo sie bereits zerstört sind. Unabhängig davon, ob es nun einen Klimawandel gibt oder nicht: ein Recht, auf Kosten nachfolgender Generationen oder anderer Bevölkerungsgruppen der Erde zu leben, gibt es nicht – für keinen. Allein dieser Erkenntnis nach ist aber auch die Zeit vorbei, in der genau dies aus Unwissenheit geschah.

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klima-pankow.de - ein neues Umweltportal aus Pankow

Gruene_Stadt_c_126.jpgAuf der Klimaveranstaltung Berlin - die grüne Stadt der Zukunft? am 16.April 2010 wurde darüber gesprochen, welche Ziele sich eine Metropole wie Berlin angesichts des Klimawandels setzen muss. Daraus entspann sich eine lebhafte Diskussion und es wurde der Wunsch laut, den starken Aufschlag dieser Veranstaltung zu nutzen, um daraus auch vor Ort etwas Konkretes folgen zu lassen.

Wer die Klimaveranstaltung nicht besuchen konnte, oder sich die sehr komprimierten und teilweise auch inhaltlich anspruchsvollen Impulsreferate noch einmal in Ruhe ansehen und anhören möchte, kann dies hier tun, auch die gesamte Fishbowl-Diskussion steht als Aufzeichnung zur Verfügung.

Kommentare und Anregungen sind erwünscht, vor allem auch Hinweise auf Aktionen und Aktivitäten zum Thema Klima und Umwelt in Pankow.

Martin Kasztantowicz

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